TuRa Elsen 1894/1911 e. V. - zur Strartseite

Handball: Schwere Zeiten in neuer Umgebung für 1. Herren

Die Absteiger HSG Altenbeken/Buke und Aufsteiger TuRa Elsen können in der Hinrunde nur selten überzeugen. Die beiden heimischen Handball-Herren-Landesligisten blicken auf eine verkorkste Hinrunde zurück. Während Verbandsliga-Absteiger HSG Altenbeken/Buke zur Saison-Halbzeit immerhin einen Mittelfeldplatz belegen, droht TuRa Elsen der direkte Wiederabstieg in die Bezirksliga.

Äußerst düster sieht es für die TuRa-Herren nach nunmehr elf Spieltagen aus. Nur magere fünf Punkte konnten bislang errungen werden, wobei es auswärts stets Niederlagen hagelte. „Wir lassen oft zu viele Torchancen aus, was uns regelmäßig das Genick bricht. Zudem hatten wir große Verletzungssorgen", betreibt Elsens Torwart Frank Reineke Ursachenforschung für die anhaltende Talfahrt nach Jahren des Erfolgs. In Panik verfällt im Paderborner Ortsteil trotzdem niemand. Auch Reineke betonte nach Negativ-Resultaten stets, „dass die Mannschaft intakt ist und die Moral stimmt."

Allerdings geistert mit derzeit drei Zählern Rückstand aufs rettende Ufer nicht nur das Abstiegsgespenst durch die Sporthalle an der Nesthauser Straße. Ein Gang in die Bezirksliga hätte auch personelle Unwägbarkeiten zur Folge. Gelänge der Klassenerhalt, würde der über einen langen Zeitraum gewachsene Kader sicher zusammenbleiben, was bei einem Abstieg fraglich erscheint. Mit dem Weggang routinierter Leistungsträger müsste der Herren-Handball in Elsen aufgrund des fehlenden Nachwuchses sogar um seine Existenz bangen. Mit solchen Denkmodellen möchte sich Reineke aber (noch) nicht beschäftigen und setzt auf die Kampfkraft seiner Mitstreiter: „Defensiv standen wir zuletzt gut. Im Angriff muss der Knoten bald platzen!"

TuRa: Schröder (11 Spiele, 84 Tore), Kürpick (11, 48), M. Krauß (11, 35), Köhler (11, 32), Hemeke (8, 25), Kandylakis (8, 17), D. Krauß (10, 12), Trautmann (10, 11), Appelbaum (6, 8), Hoppe (11, 8), Fenu (8, 5), Pommerenke (8, 5), Schonlau (7, 5), Hillebrand (4, 1).

Hinter der HSG Altenbeken/Buke liegen aufregende und teilweise sogar turbulente Monate. Im Frühjahr musste in den sauren Abstiegs-Apfel gebissen werden, der das Intermezzo Verbandsliga nach nur einer Saison frühzeitig beendete. Doch der Verein wähnte sich mit dem im März verpflichteten Trainer Ralph Eckel gut aufgestellt, um in der Landesliga eine neue Ära einzuläuten. Immerhin galt es, Erfolgsgaranten wie Ex-Coach Udo Schröder und die Leistungsträger Manuel Koch sowie Henrik Vothknecht zu ersetzen.

Doch der Saisonstart verlief nach kurzem Hoch (5:1 Punkte) sehr holprig. Die HSG trudelte im November Richtung Tabellenkeller. Eckel zog nach nur neun Monaten im Amt die Reißleine und trat zurück. Der Vorstand präsentierte Franz-Josef Grebe als neuen Coach – und die HSG fand den Weg zurück in die Erfolgsspur. Zwei Siege in Folge glätteten die Wogen in der Egge, wobei Grebe zugibt: „Wir sind sicher fünf Punkte hinter den Erwartungen zurück, wollen aber nach wie vor einen Platz zwischen drei und fünf erreichen." Bislang steht Rang sechs zu Buche. Das lässt sich vor allem mit schwachen Resultaten in der heimischen Schulsporthalle und fehlender Cleverness begründen. „Stehen wir stabil in der Abwehr und schließen wir vorne überlegt ab, erreichen wir unsere Ziele", nennt Trainer Grebe das Erfolgsrezept fürs neue Jahr.

HSG: Stiene (11 Spiele, 53 Tore), Klöpping (11, 52), Jonas Schäfers (11, 38), Tegethoff (11, 34), Schadomsky (11, 33), David Schäfers (11, 32), Bewermeyer (11, 26), Bertelt (11, 16), Michalowitz (10, 15), Sondermann (11, 13), Flore (2, 1) .

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Paderborner Kreiszeitung, Mittwoch 07. Januar 2009